
Luzie, die Schwester von Hexi....
kam zu uns, weil unser Sohn(5 Jahre) meinte, zu 4 Menschen gehören auch 4
Tiere. Logisch!
Sie kam also 4 Monate nach ihrer Schwester Hexi zu uns und war eine völlig
scheue und unnahbare Katze. Wochenlang saß sie unter einem Schrank im Keller,
von wo sie unsere Aktivitäten(spielen mit den anderen Katzen, Leckerchen
verteilen) betrachtete. Sie war, im Gegensatz zu Hexi(die auch nicht handzahm
war), ein echter Härtefall, denn sie kam in unserer Gegenwart weder zum Fressen
heraus noch nahm sie die Leckerchen später auf, wenn wir nicht mehr im Raum
waren! Immerhin wußten wir, was auf uns zukommen kann, denn in den 8 Monaten im
Tierheim hat sie sich nie streicheln lassen. Und sie hatte wirklich Angst "vor
der Hand".

Das ist jetzt ungefähr 10 Wochen her. In der Zeit hat sich so viel geändert,
Luzie hat jetzt fast keine Ähnlichkeit mit dem scheuen Etwas, das niemand zu
sehen bekam! Sie ist so eine süße Kleine, eine superhübsche Marmorkuchenkatze(mit
einer Capuccino-Pfote), die jeden Morgen ihre Streichelheiten einfordert! Es ist
mitunter schwierig, die Treppe hinunter zu gehen, denn vor meinen Füßen tänzelt
Luzie herum, um noch mehr gestreichelt zu werden. Sie verfolgt mich , wo immer
es geht: ins Bad, in den Garten, in den Keller... Sie hat es jetzt geschafft:
sie lebt ganz normal bei uns, läßt sich streicheln, kommt zum Füttern und
vermeidet das Alleinsein. Und mit Händen hat sie natürlich längst kein Problem
mehr!
Falls es noch nicht deutlich genug beschrieben ist: wir sind superglücklich mit
unseren ehemals scheuen Katzen! Die dritte im Bunde(im Graben gefunden) war ein
Flaschenkind und schmust leider nur mit unserem Hund...
Um dieses Glück fassen zu können, muß man es erleben: die wilde Spiel im Garten,
die ersten Jagderfolge mit Käfern und Regenwürmern(!) und natürlich
verschiedenen Mäusen, die ersten Sonnenbäder, das Nickerchen unter einem
Busch...
Ich bin, wie schon gesagt, mit der Wahl der scheuen Katzen sehr glücklich, weil
die Tiere niemandem außer uns vertrauen müssen. Für Katzen mit Freigang kann das
von Vorteil sein! Außerdem fand ich es schwierig, unter den vielen lieben
Katzen im Tierheim eine Auswahl zu treffen. Bei den scheuen fiel mir die Wahl
relativ leicht, ganz besonders nach einem ausführlichen Gespräch mit der
"Katzenmama". Und rückblickend muß ich sagen, daß alles gar nicht so kompliziert
war! Man muß nur 2 oder drei Dinge beherzigen und zwar konsequent(z.b. die Katze
nie zu etwas zwingen- auch nicht zum Kontakt oder Aufenthalt im gleichen Raum),
dann entwickelt sich der Rest von alleine! Die Katze sucht den Kontakt, ganz
bestimmt- die eine früher, die andere braucht etwas länger!
Viele Grüße vom Katzen-Hund-Menschen-Rudel aus Versmold
Das eine Foto zeigt eine völlig entspannte Luzie beim täglichen Schläfchen auf
dem Sofa, das andere Foto, ein Glücksfall- nie stehen alle beisammen und still-
zeigt die Bande beim gemeinsamen Begutachten einer Maus. Sogar der Hund darf
mitmachen!(aber nur gucken!)
Familie M.
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