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Katzenhalsbänder
14.06.10, 22:20 Uhr

Die leider völlig unterschätzte Gefahr




Im Tierladen werden hübsche bunte Halbänder in allen Farben und Varianten angeboten: mit Straßsteinchen, in Leder, "selbstöffnend" und natürlich mit einem Glöckchen dran.

Geworben wird damit, dass die Halsbänder im Notfall aufgehen.

 

Die traurige Wahrheit sieht jedoch völlig anders aus.

 

Hier eine Geschichte aus dem Tierheim-Alltag:

 

Vor kurzem kam eine Fundkatze ins Tierheim. Schon aus einiger Entfernung roch man beißenden Gestank.

Das Halsband der Katze hatte die Achsel aufgeschnitten, war schon eingewachsen. Die Wunde: entzündet, eiternd. Daher der Geruch.

Die Katze hatte ein Vorderbein durch das Halsband geschoben, ob in einem Moment der Panik als sie irgendwo hängen blieb oder beim Versuch das juckende, unangenehme Ding von Hals zu kriegen.

Die Katze hatte Glück im Unglück, wurde gefunden und ins Tierheim gebracht. Hier wurde sie vom Halsband befreit und sofort in die Tierarztpraxis gefahren. Wäre sie noch länger draußen geblieben, so wäre sie mit Sicherheit früher oder später qualvoll verendet.

 

Da die Katze gechippt und bei TASSO registriert war, konnte man den Besitzer schnell auffindig machen.

Dieser hatte wie leider viele andere Menschen keine Ahnung, das ein Halsband solch schwere Verletzungen verursachen kann. Man hatte es doch nur gut gemeint.

 

Fakt jedoch ist, das nur eine Tätowierung oder ein Mikrochip sichere Kennzeichnungsmethoden für Katzen sind. Notwendig ist dafür natürlich auch die kostenlose Registrierung der Täto- bzw. Chipnummer bei TASSO, dem Heimtierregister.

Jede Fundkatze oder Unfallkatze, die in einem Tierheim oder einer Tierarztpraxis abgegeben wird, wird sofort auf Tätowierungen und Chip kontrolliert. Sofern vorhanden und bei TASSO registriert, werden die Besitzer sofort kontaktiert und können ihren vermissten Vierbeiner abholen.

 

Ein Halsband ist keine sichere Kennzeichnungsmethode. Im Gegenteil: es verursacht schwerste Verletzungen und kann zum Tod führen, wenn eine Katze z.B. an einem Ast hängen bleibt. Sobald Staub oder Dreck in die Schliese des Halsbandes kommt, ist es mit der "Selbstöffnung" vorbei!

 

Weiter zu den Gefahren von Halsbändern: klick hier

 

Noch eine Info für Katzenbesitzer, die ihre Katze bei TASSO registriert haben oder dies noch tun werden:

Bei jeder Registrierung der Täto- bzw. Chipnummer schickt TASSO neben einem sinnvollen "Tierhalter-Ausweiß" mit den Daten des Tieres und des Besitzers auch eine gänzlich sinnlose Marke mit einer Registrier-Nummer.

Diese Marke verleitet die Leute natürlich auch dazu, ihrere katze ein Halsband anzulegen.

Die Briefe von TASSO sind jedoch Normschreiben. Also egal, ob man die Täto eines Kaninchens, eines Hundes ode einer Katze registriert, der Brief beinhaltet immer das gleiche, so wie u.A. die Marke.

Diese ist allerdings nur für Hunde gedacht!

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